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Immerwährender Kalender Mehrscheibige Skaleninstrumente, auf denen nach Einstellung einer Jahresfixgröße (Sonntagsbuchstabe oder Goldene Zahl) alle wesentlichen Jahresdaten ablesbar sind. Incabloc Heute am häufigsten eingesetzte Stoßsicherung bei Uhren. Indikationen -> Datumsanzeige
-> Kalenderuhr
-> Revolutionsuhr Bezeichnungen für sämtliche neben der Zeitangabe vorhandene Anzeigen, wie des Kalenders, der Römerzinszahl (die sogenannte Indikation, ein Zyklus von 15 Jahren), der Mondphasen oder der Zeit anderer Zeitzonen Isochronismus -> Pendel
-> Unruh Zeitengleiches Schwingen der Gangordner bei gleicher oder ungleicher Auslenkung. Pendelschwingungen teilen, wenn sie klein genug sind, die Zeit in genau gleiche Teile. Größere Unruhschwingungen bewirken dasselbe. Der Isochronismus von Pendel und Unruh stellt eines der besten künstlichen Mittel zur Zeitteilung dar. Italienische Stunden -> böhmische Stunden
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Jüdische Stunden -> Temporalstunden Julianischer Kalender Römischer, vorchristlicher Kalender, seit 46 v. Chr., mit Einführung des Schaltjahres und ungleichlanger Monate durch Julius Caesar.
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Kadraktur Vorlegewerk. Die Gesamtheit der meist vor dem Werk angebrachten Teile eines Schlag-, Repetier-, Spiel- oder Automatenwerkes. Kalenderjahr, Gregorianisches Heute weithin geltende Kalendergrundlage. Es umfaßt genau 365 Tage und erhält alle 4 Jahre (die nicht durch 400 teilbaren vollen Jahrhunderte - 1700, 1800, 1900, 2100 usw. -ausgenommen) einen Schalttag (29. Februar), um die über die 365 Tage hinausgehenden 5 Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden des mittleren Sonnenjahres auszugleichen. Kalenderuhr -> Datumsanzeige Uhren mit Datumsanzeige. Häufig werden auch Wochentag, der Monat und sogar das Jahr angegeben. Kalenderangaben finden sich schon bei frühen Großuhren der Gotik und Renaissance, und werden bei zahlreichen Stock- und Bodenstanduhren sowie bei Taschenuhren angebracht. Kaliber Bezeichnung für die Abmessungen eines Uhrwerkes, heute häufig synonym für Werk verwendet. Kaminuhr -> Tischuhr . Kanellierung Vertikale Rillenverzierung am Uhrengehäuse. Kardanische Aufhängung Von Geronimo Cardano (1501 - 1576) um die Mitte des 16. Jahrhunderts nach antiken Berichten und Entwürfen Leonardo da Vinci entwickelte Aufhängevorrichtung auch für Uhren, die aus einem Ring besteht, der an zwei gegenüberliegenden Punkten gelagert ist. Das Uhrgehäuse kann sich in einer zu diesen Punkten senkrechten Achse bewegen und so in waagrechter Lage bleiben. Vorzusweise bei Schiffsuhren eingesetzt . Karossenuhr (auch Kutschenuhr genannt) In Kutschen oder am Sattel mitgeführte größere, robuste, federgetriebene Uhr, oft mit Schlag- Weckerwerk, meist in der Form einer (übergroßen) Taschenuhr. Seit dem Anfang des 18. Jahrhunderts sind Karossenuhren gebräuchlich. Kartuschen (Email-) -> Zifferblatt Kartuschen sind sogenannte kleine, wappenförmige mit blauen oder schwarzen römischen Zahlen auf weißem Grund versehene Emailschildchen, an einem gegossenen oder gravierten Zifferblatt befestigt sind. Karusselluhren -> Tourbillon . Kette -> Feder
-> Schnecke Überträgt die Federkraft auf die Schnecke.
Klappsonnenuhr -> Wahre Zeit Tragbare Sonnenuhr. Sie wird waagrecht aufgestellt und mit dem eingebauten Kompaß nach Norden ausgerichtet. Der Schatten des Fadens zeigt die Wahre Zeit auf zwei Flächen. Kleine Sekunde Sekundenanzeige, die dezentral, also nicht in der Zifferblattmitte erfolgt. Kleine Uhr Einteilung des Tages in 2 x 12 Stunden. . Kleinuhr (franz. Montre, engl. Watch) -> Armbanduhren
-> Halsuhren
-> Sackuhren Eine tragbare Uhr mit einer Unruh, deren Werkdicke im allgemeinen kleiner ist als 12 mm. Kleinuhren, wie Taschen oder Sackuhren, sind erst seit dem 17. Jahrhundert gebräuchlich. Im 16. Jahrhundert - seit Peter Henlein - wurden tragbare Uhren meist als Halsuhren getragen. Armbanduhren kamen im 18. Jahrhundert auf und fanden zunehmend im 19. Jahrhundert Verwendung. 1903 werden sie in Europa Mode, der Erste Weltkrieg brachte die allgemeine Einführung. Ringuhren sind Kleinuhren an einem Fingerring. Sie finden sich gelegentlich schon im 16. und 17. Jahrhundert. Kloben -> Spindelbrücke Gestufte Platte für das Lager des hinteren Spindel- oder Unruhzapfens mit nur einem oder zwei Befestigungspunkt(en). Meistens wird der oft reich verzierte Kloben bei englischen und franzözischen Taschenuhren verwendet.
Bei Großuhren, die nur eine Platine haben, tragen von dieser Platine aufsteigende Kloben das zweite Lager des Radzapfens. Kolure -> Längengrade Von Pol zu Pol verlaufende Linie Kompensationspendel -> Kompensationspendel Die Ganggeschwindigkeit einer Pendeluhr hängt von der Pendellänge ab: Lange Pendel schwingen langsamer als kurze. Bei steigender Temperatur wird das Pendel länger und damit die Uhr langsamer. Temperaturschwankungen stören also die Genauigkeit.
Durch Verwendung von verschiedener geeigneter Metalle und spezieller Konstruktionsweisen kann jedoch erreicht werden, daß sich die temperaturbedingten Veränderungen gegenseitig aufheben und die Pendelstange gleich lang bleibt. So kann der Temperaturfehler korrigiert werden. Die Erfindung geht auf John Harrison (um 1725) zurück. Kompensationsunruh Temperaturschwankungen stören auch die Ganggenauigkeit der Unruh erheblich. Sie können durch Bimetallunruhen ausgeglichen werden. Zwei geeignete Metalle sind miteinander verlötet, wie eine Unruh gebogen und an den Schenkeln aufgeschnitten. An den losen Enden sind Gewichte angeschraubt. Wird es wärmer und damit die Spirale weiter, geht die Uhr langsamer - gleichzeitig biegen sich jetzt aber die Bimetallstreifen nach innen zur Unruhwelle hin und beheben damit den Fehler.
Die ersten Versuche stammen von dem Engländer John Harrison um 1728 . Komplikation Uhrwerk mit einem oder mehreren zusätzlichen Mechanismen (Schlagwerk, Kalender, Repetition, Chronograph, Wecker). Konsoluhr oder Konsolenuhr Im Gegensatz zu Wanduhren mit Öse und Abstandsdornen standen diese Uhren auf einer offenen Wandkonsole, damit die Gewichtsseile frei blieben. Kreuzblumen Verzierung an Fialen; viereckige, profilierte Form mit kleiner Kugel in der Mitte. Kristallglas -> Uhrgläser . Krone Seitlich am Gehäuse befindliches geriffeltes Rad zum Einstellen der Uhrzeit (oder weiterer Anzeigen wie Datum, zweite Zeitzone) und bei Handaufzugsuhren zum Spannen der Zugfeder. Kronenaufzug -> Remontoir
-> Schlüsselaufzug 1844 wird die Remontoire-Uhr, eine Taschenuhr, erfunden. Sie wird nicht mehr mit dem lose beigefügten Schlüssel aufgezogen, sondern mit einem kleinen Rädchen, der Krone. Kruzifixuhr Vom ausgehenden 16. bis in das 18. Jahrhundert hergestellte Figurenuhren. Fast immer aus Bronze, bei denen ein größerer Sockel eine meist vollplastische Kreuzigungsgruppe trägt. Das hohe Kreuz besitzt einen Ziffernkranz auf einer Kugel, die vom Werk im Sockel angetrieben wird. Kugellauf -> Congreve Der Kugellauf dient meist als Hemmung und Gangregler. Dabei durchläuft die Metallkugel eine bestimmte Bahn und löst an deren Ende den Lauf der nächsten Kugel aus. Die Zahl der einzelnen Abläufe wird gezählt und in die Zeitanzeige umgesetzt. Eine Variante der Kugellaufuhr ist die Congreve, die nur eine Kugel besitzt. Sie bewirkt am Ende ihres Laufes ein Zurückkippen der geneigten Laufbahnfläche und läuft dann in Gegenrichtung zurück. . Kuhschwanzpendel -> Kurzpendel
-> Zappler Vor dem Zifferblatt schnell schwingendes Pendel. Kurzpendel Pendel, das nicht länger ist als das Uhrwerk selber. Kutschenuhr -> Karossenuhr .
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Lagerbänder Vertikale Bandeisen, zwischen die die Räder gelagert werden. Bei Uhren in Flachrahmenbauweise sind sie außerdem ein tragender Teil des Werkgestells Längengrade = Meridiane. Senkrecht zum Äquator verlaufende Linien von Pol zu Pol, die von 0° (= Nullmeridian, der durch Greenwich/London läuft) bis 180° in westlicher und östlicher Richtung gezählt werden. Lantern-Clock -> Laternenuhr . Laternentrieb Als Trieb wird ein Rad mit zwölf oder weniger Zähnen bezeichnet. Ein Laternentrieb besteht nicht aus massivem Material, sondern aus zwei runden Scheiben, zwischen die Stifte als Ersatz für die Zähne eingesetzt sind. Laternentrieb befinden sich hauptsächlich in billigen Weckern und Schwarzwälder Uhren.
Laternenuhr (auch Lantern-Clock genannt) Im Querschnitt quadratische Wanduhren, gelegentlich auch federgetriebene Tischuhren, mit Schlagwerk, deren Gehäuse an Laternen erinnern. Laternenuhren wurden während des 17. und 18. Jahrhunderts meist in England angefertigt, sind aber bald auch auf dem Kontinent, speziell in Frankreich, gebaut worden. . Ligne droit (franz. Gerade Linie) -> Taschenuhren Um 1900 häufige Werkanordnung in Taschenuhren, bei der die Mittelpunkte von Ankerrad, Anker und Unruh in einer geraden Linie liegen. Linse -> Pendel Kreisförmige, meist gewölbte Scheibe am unteren Ende eines Pendels. Durch das Verschieben der Linse kann die Schwingungsdauer des Pendels verändert und so der Lauf der Uhr reguliert werden. Löffelunrast -> Gangregler Kleinerer, häufig in Hals- oder frühen Taschenuhren verwendeter waagähnlicher Gangregler mit zwei kleinen meist abgeplatteten Kugeln an den Enden. Log oder Logleine Eine mit Knoten unterteilte Leine, am Ende mit einem Widerstandsbrett versehen, deren Ablaufgeschwindigkeit in einer bestimmten Zeiteinheit nach den abgelaufenen Knoten die Schiffsgeschwindigkeit über Wasser angab. Lünette Ring aus Metall mit einer Nut, in die das Uhrglas eingelegt wird. Die Lünette ist Teil des Uhrgehäuses.
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Malteserkreuzstellung -> Stellung Ein spezieller Typ von Stellung; ihre Bezeichnung rührt von einem dabei verwendeten Zahnrad in Malteserkreuz-Form her.
Manufaktur Hersteller, der sowohl das Werk als auch die weiteren wesentlichen Teile der Uhr selbst anfertigt. (Ein recht umstrittener Begriff, da er eine exklusive Auslese unter den zahlreichen Anbietern herbeiführt. Deshalb sehr begehrt und aus Werbegründen gerne beansprucht, obwohl nicht immer zu Recht. Man rechnet heute im strengen Sinn nur ca. 13 Hersteller zu dieser Gattung, darunter: Patek Philippe, Vacheron & Constantin, Audemars Piguet, Rolex, Jaeger-LeCoultre, Piaget, Girard-Perregaux, Zenith, Lange, IWC, Glashütte, Minerva, Universal Genève, seit neuestem auch Chopard) Mechanische Uhr Klassischer Uhrentyp ohne elektronisches Schwingungssystem. Meridiane -> Längengrade Messing Kupfer-Zink-Legierung, die seit etwa der Mitte des 16. Jahrhunderts für die Anfertigung von Teilen des Uhrwerkes und Gelegentlich auch der Gehäuse benutzt wird. Mikrorotor Kompakter Schwungrotor einer Automatikuhr, der durch seinen kleineren Durchmesser in das Uhrwerk integriert werden kann und dadurch die Gehäusehöhe voll ausnutzen kann. Mineralglas Mineralisches Uhrglas (Härte 5 Mohs), nicht kratzfest. Minute (lat. minuere = vermindern) Der 60. Teil einer Stunde und der 1440. Teil eines Tages. Die gleiche Teilungen gelten auch für die Sternzeit. Die Teilung zu 60 Minuten oder 60 Sekunden wie auch die des Kreises zu 360 Grad sind Relikte des babylonischen Sexagesimalsystems, das auf den Zahlen 1 bis 60 beruhte. . Minutenkranz -> Minuterie . Minutenrohr -> Zeigerwerk Auf ihm sitzt der Minutenzeiger. Minuterie Auf dem Zifferblatt umlaufende Einteilung der Minuten, oft zwischen zwei Kreise eingefaßt (‘Eisenbahnminuterie = sieht aus wie Eisenbahnschienen) und teilweise mit ‘5’-Minutenzahlen versehen. Missweisung = magnetische Missweisung oder Deklination. Abweichung der Magnetnadel im Kompass von der Nord-Südlinie, bedingt durch die unterschiedlichen Orte des geographischen und des magnetischen Nordpols. Da der magnetische Pol mit dem magnetischen Feld der Erde wandert, ändert sich auch die Abweichung der Magnetnadel im Kompass im Lauf der Zeit. Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -> Greenwicher Zeit Mittlere Ortszeit (Zonenzeit) des 15. Längengrades, der u.a. bei Falun, durch Görlitz, Zagreb und Südkalabrien verläuft. Sie gilt u.a. für Deutschland, Österreich, Schweden und Italien. Mittlere Zeit -> Wahre Zeit
-> Zonenzeit Mondalter -> Mondphase Die seit dem letzten Neumond verflossenene Zeit, sie wird in den meisten Uhren in Tagen angegeben. . Mondphase(-Anzeige) Gibt die Phasen/den Stand des Mondes als Bild und/oder Zahl an (Mondalter: 1 bis 29,5 Tage). Dies erfolgt meist, schon bei frühen Großuhren, gelegentlich auch Taschenuhren, mit Hilfe einer hinter einem Ausschnitt bewegten, meist bemalten Scheibe. Mondphasenuhr Zusätzlich zur Uhrzeit wird auch die Mondphase angezeigt. Monduhren Meist in Form von Umrechnungsscheiben auf Sonnenuhren, dienen dem Ausgleich der Verspätung des Mondes gegenüber der Sonne um 48’ täglich. Mono-Rattrapante Aufgrund des geringeren Bauaufwandes preisgünstigere Variante des Schleppzeiger-Chronograph bzw. Rattrapante mit nur einem Stoppzeiger und zwei Chronographen-Drückern. Beim Festhalten des unteren Drückers hält der Stoppzeiger an, um die Zwischenzeit abzulesen, und springt beim Loslassen an die Position, die er beim Weiterlaufen ohne Stop eingenommen hätten. Das mögliche Differenzintervall beträgt dadurch maximal 60 Sekunden Montre (franz.) -> Kleinuhr . Mysterieuse Tischuhren mit einem zunächst nicht erkennbaren, unsichtbaren Antrieb der Zeiger oder des Pendels. Die von Robert Houdin (1805 - 1871) vervollkommneten Uhren besitzen eine sich drehende Glasscheibe mit einem darauf befestigten Zeiger, die über eine an ihrem Rand verdeckt angebrachte Zahnung angetrieben wird. Eine zweite feststehende Glasscheibe trägt den Zifferring. 2. Bei Figurenuhren als Mysterieuse ist zunächst nicht erkennbar, wodurch das Pendel angetrieben wird. Die Pendel haltende Figur erfährt aus dem Werk ein winziges Kippmoment, das das Pendel zum Schwingen bringt. Uhr als komplettes schwingendes Pendel ohne sichtbaren Antrieb auf zwei Lagern, z.B. auf dem Arm einer Figur, das so gewichtsmäßig ausbalanciert ist, daß durch ein kleines Pendel im Innern des Uhrgehäuses die komplette Uhr schwingt.
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