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a.m. Anzeige, die häufig auf Digitaluhren zu finden ist. a.m. (ante = vor, meridiem = Mittag) bezeichnet den Zeitraum von Mitternacht bis zwölf Uhr mittags. p.m. (post = nach) steht für die Zeit von Mittag bis Mitternacht. Abfall Als Abfall bezeichnet man die Einstellung der (Pendel-)Uhr. Dieser soll so sein, daß ein gleichmäßiges Ticken erfolgt. Abgleichschrauben Am Unruhreif werden außen Abgleichschrauben angebracht, durch Hinein- bzw. Herausdrehen der Schrauben wird der Außendurchmesser des Unruhreifs geringfügig verändert und somit das Gangergebnis der Uhr beinflußt. Dieses Verfahren wird heute kaum noch verwendet, so daß Uhren mit Schraubenunruh als Rarität gelten. Absehe Visierhilfe: Kleine Plättchen mit Sehschlitzen oder -löchern Achtageuhr Müssen nur alle acht Tage aufgezogen werden. Sie haben ein größeres Federhaus und meist ein zusätzliches Zahnrad im Räderwerk. Acrylglas Werkstoff für Uhrengläser, besser bekannt unter der Bezeichnung Plexiglas. Uhren aus den fünfziger und sechziger Jahren wurden fast ausschließlich mit Plexigläsern ausgestattet. Alabaster (der) Spezielle marmorähnliche Gipssart; Farbe: weiß bis grau, gelblich, rötlich, grünlich; auch marmoriert. Er ist wegen seiner leichten Bearbeitbarkeit ein bevorzugter Werkstoff in der bildenden Kunst. Alhidade Visiereinrichtung an Winkelmessinstrumenten: Auf einem drehbaren Zeigerarm sind zwei Absehen angebracht, durch die hindurch ein Ziel, z.B. ein Gestirn, anvisiert werden kann. Altaruhr Tischuhren, gelegentlich auch Monumentaluhren, deren Gehäusefront mit Säulen und Sprenggiebel, gelegentlich sogar mit gemaltem Altarblatt, dem Vorbild barocker Altäre folgt. Altaruhren wurden während des 17. Jahrhundert vornehmlich in Italien, jedoch auch in Süddeutschland, angefertigt, sehr oft auch als Nacht(licht)uhren. . Amant-Hemmung -> Scherenhemmung -> Hemmung . Analemmatische Sonnenuhren Horizontale Gnomonuhren, bei welchen der schattenwerfende Stab innerhalb des Zifferblattes auf das Tagesdatum gestellt wird. Analoganzeige Angabe der Zeit durch Zeiger im Gegensatz zur Digitalanazeige (Zahlenanzeige). Analog-Uhr Herkömmliche Uhr mit Zifferblatt und Zeigern. Anglierung Kanten einer geschliffenen Fläche, auf 45 Grad abgeschrägt und poliert. Anker -> Ankerhemmung -> Hemmung Der in das Hemmungsrad eingreifende ankerähnliche Teil der Ankerhemmung. Der Anker stellt die Verbindung zwischen Räderwerk und Unruh her. Durch wahlweises Eingreifen der Ein- oder Ausgangsseite in das Gang- oder Hemmungsrad führt der Anker einen gleichmäßigen Ablauf des Uhrwerks herbei. Der Anker zählt zu den am meisten strapazierten Teilen im mechanischen Uhrwerk. Ankerhemmung (freie) -> Grahamhemmung -> Hakenhemmung -> Hemmung Zusammenfassende Bezeichnung für Haken- und Graham-Hemmung und Varianten des Prinzips. Bei dieser Hemmung schwingt die Unruh nach dem Anstoß ohne jede Verbindung zum Räderwerk. Dadurch konnte die Genauigkeit tragbarer Uhren wesentlich gesteigert werden. Seit ihrer Erfindung um 1765 durch den Engländer Thomas Mudge wurde die freie Ankerhemmung ständig verbessert. Sie befindet sich heute in fast allen mechanischen Armbanduhren. Ankerhemmung, rückführende Erfunden in England im letzten Viertel des 17. Jahrhunderts in Verbindung mit dem Sekundenpendel; sie brachte beträchtliche Genauigkeitsverbesserungen gegenüber der Spindelhemmung. Da die Achsen des Hemmungsrads und der Ankerwelle parallel sind, ist die Anfertigung einfacher. Ankerrad Es bildet zusammen mit dem Anker die Hemmung und ist das letzte Rad im Räderwerk. . Antike Stunden -> Temporalstunden Applike (die) -> Zwickel Ornament, zum Beispiel aus gegossener Bronze, Messing oder Zinn, das auf eine Fläche zum Verzieren aufgesetzt (= appliziert) wird. Appliken sind besonders häufig seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts auf Gehäusen und in den Zwickeln der Zifferblätter angebracht worden. Äquation Zeitgleichung: Differenz zwischen der WOZ (wahre Ortszeit) und der MOZ (mittlere Ortszeit), verursacht durch die elliptische Erdumlaufbahn. Die Sonnenuhr nennt die wahre Ortszeit, die Räderuhr die mittlere Ortszeit. Äquator Größter Erdumfang (Erdäquator), von Nord- und Südpol gleichweit entfernt. Seine Ebene steht senkrecht zur Erdachse. Polhöhe = 0°. Äquatoriale oder Äquinoktiale Sonnenuhr Das Zifferblatt oder der Ziffernring muss mittels einer geeigneten Einrichtung (Quadrant) äquatorparallel auf die korrekte Polhöhe eingestellt werden, der Polstab steht senkrecht zum Zifferblatt, d.h. erdachsparallel. Die notwendige Südorientierung erfolgt mit dem Kompass. Äquinoktialstunden = Große Uhr. Einteilung des Tages in 24 gleichlange Stunden, deren Länge nicht von der jahreszeitlich bedingten Tageslänge beeinflusst ist (im Gegensatz zu den Temporalstunden). Äquinoktien Tag- und Nachtgleichen im Frühling (21. März) und Herbst (23. September). Die Daten können sich wegen des Schaltjahres um einen Tag verschieben. Art Deco Ankürzung von "Exposition Internationale des Arts Décoratifs et Industriels Modernes", eine Ausstellung 1925 in Paris, die diesen Stil zum ersten Mal vorführte. Die Hauptzeit des "art deco" (auch ‘Neue Sachlichkeit’) sind die Jahre zwischen 1920 und 1933. Art Deco wurde in Deutschland besonders durch das ‘Statliche Bauhaus’ Dessau vertreten. . Astronomische Stunden 24-Stunden-Teilung des Tages wie Äquinoktialstunden Aufziehen der Zugfeder -> Kronenaufzug
-> Schlüsselaufzug Bei Groß- und Taschenuhren erfolgt das Aufziehen mit einem Schlüssel, der auf den Vierkant des Federkerns gesteckt wird. Bei Taschenuhren wird um 1850 der Kronenaufzug gebräuchlich. Aufzugskrone -> Krone . Aufzugwelle Eine Stahlwelle mit verschiedenen Ansätzen und einem Vierkant, auf welchem sich die Krone zum Aufziehen und zur Einstellung der Zeiger befindet. Die Welle ist mittels eines Ansatzes und eines Zapfens in den Platinen gelagert. Augenwender -> Automatenuhr Durch das Hin- und Herschwingen des Pendels oder einen anderen Antrieb werden die Augen einer mit der Uhr verbundenen Figur bewegt. Automatenuhr -> Augenwender
Seit der Gotik gebaute Uhren mit mechanisch bewegten Figuren oder Gegenständen. Einfache Automatenuhren besitzen oft statt des Schlagwerkshammers eine kleine Figur, die mit einem Hämmerchen auf die Glocke schlägt oder mit dem Pendelausschlag ihre Augen hin- und herbewegt. Schon früh werden einzelne Figuren zu Gruppen miteinander verbunden. Nicht nur das Werk von Großuhren dient als Antrieb solcher Automaten, auch Taschenuhren besitzen häufig Automaten mit ganz verschiedenen Themen. Automatik -> Selbstaufzug . Automatikuhr Als automatische Uhr bezeichnet man eine Armbanduhr, deren Zugfeder durch die Armbewegungen des Uhrenträgers aufgezogen wird. Dies geschieht durch einen Rotor, der sich bei Armbewegungen – den Gesetzen der Schwerkraft folgend – dreht. Automatischer Aufzug -> Selbstaufzug Autoquarz-Antrieb Vom japanischen Großhersteller Seiko entwickelte Verbindung von automatischem Antrieb und Quarzregelung des Gangs. Dadurch läuft die Uhr batteriefrei und dennoch quarzgenau. Auch ein Handaufzugs-Modell mit Quarzregelung ist inzwischen auf dem Markt. Eine weitere interessante Option beinhaltet, daß sich die Uhr auch dann die Zeit merkt, wenn sie mangels Antriebsenergie stehen bleibt (bis zu vier Jahren). Wenn sie wieder bewegt wird, stellt sie sich automatisch auf die aktuelle Zeit ein. (Auto relay) Avance (französisch: vor, Abk. A) Auf Reguliereinrichtungen angegebene Bezeichnung für die Richtung, in der durch Verstellen des Regulierorgans ein Vorgehen der Uhr erreicht bzw. ihr Nachgehen beseitigt wird. Entspricht in englichen Uhren ‘Fast’, Abk. F. Azimut Winkel des Fußpunktes eines Gestirns auf der Horizontebene
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Babylonische Stunden = griechische Stunden. Einteilung des Tages in 24 gleichlange Stunden, Beginn der Stundenzählung mit 0 Uhr bei Sonnenaufgang. Die Nachtstunden von 18 bis 0 Uhr entfallen auf den Zifferblättern Baby-Wecker (Amerikaner-Wecker) Relativ unveränderte Ursprungsform des heutigen mechanischen Haushaltsweckers. Sein Name rührt daher, daß er im Unterschied zu den anderen Weckerformen, wie dem Pariser Reisewecker, schnell und unkompliziert auf kurze Weckzeiten zur Babypflege eingestellt werden konnte. Baguettewerk Ein besonders schmales Werk, das für sehr kleine Damenuhren verwendet wird. Belgischer Schlag -> Schlagfolgen
-> Schlagwerk . Beobachtungsuhren (B-Uhr; Deckuhr) -> Chronometer Tragbare Uhr in Taschenuhrform, vorwiegend für navigatorische Zwecke bestimmt. B-Uhren müssen einen amtlichen Gangschein besitzen; dazu unterliegen z. B. Glashütter B-Uhren u.a. einer ‘Großen Prüfung’ (Gang- und Temperatur- sowie Lageverhalten), die 60 Tage dauert (Chronometerzertifikat) , und einer ‘Kleinen Prüfung’ von 12 Tagen. Bergkristall -> Uhrgläser . Béthune-Hemmung -> Hemmung Von Chevalier de Béthune 1727 entwickelte rückfallende Hemmung für Pendeluhren, die eine Variante der Spindelhemmung ist. Sie besitzt senkrecht zum Trieb des Hemmungsrades stehende Zähne und eine geteilte Spindel, deren Lappen an zwei Hebeln miteinander in Verbindung stehen. . Bilderuhr Verquickung von Gemälde und Uhr. Meist handelt es sich um Landschafts- oder Stadtansichten. Die auf ihnen abgebildeten Kirch- oder Stadttürme zeigen funktionstüchtige Uhren, deren Werke hinter der bemalten Leinwand verborgen sind. Das übliche Uhrwerk ist das Wiener Vierviertelschlagwerk. Bisamapfel(uhr) -> Uhrenformen Bläuen Künstliche Oxydation von Stahlteilen, etwa von Zeigern, die mindestens seit dem 16. Jahrhundert gebräuchlich ist. Die polierten Teile werden so lange vorsichtig erhitzt, bis der gewünschte - blau-violette - Farbton erreicht wird. Blechankergang -> Hemmung
-> Schwarzwälder Uhren Ankerhemmung, bei der Anker aus Blech gebogen und auf die Ankerwelle aufgenietet ist. Blechanker befinden sich hauptsächlich in billigen Weckern und Schwarzwälder Uhren. Blinden-Taschenuhr -> Tastknöpfe Taschenuhren, meist Savonetten, bei denen die Ziffern in Braille-Symbolik durch erhabene Punkte angezeigt sind und damit von Blinden die Zeit abgetastet werden kann. Bodenstanduhr Zusammenfassende Bezeichnung sämtlicher Großuhren, deren Gehäuse auf dem Boden steht. Bodenstanduhren sind fast immer gewichtsgetrieben. Typologisch sind sie aus dem seit dem 16. Jahrhundert die Gewichte schützenden Holzkasten entstanden. Durch den Einbau des langen Pendels entwickelten sich die eigentlichen Bodenstanduhren, die seit dem Ende des 17. Jahrhunderts gebaut werden. . Bogenschild -> Bogenzifferblatt . Bogenzifferblatt Rechteckiges Zifferblatt mit oben eingezogenem Bogenfeld. Böhmische Stunden = italienische Stunden. Einteilung des Tages in 24 gleichlange Stunden, Beginn der Stundenzählung mit 0 Uhr bei Sonnenuntergang. Die Nachtstunden von 0 bis etwa 7 Uhr bleiben auf den Zifferblättern frei. Boulle-Technik Kombinierte Einlegearbeiten (Marketerie) an Möbeln oder Uhrengehäusen aus Schildpatt, gefärbten Hölzern, Elfenbein, Perlmutt und Metall. Benannt nach dem französischen Kunsttischler (Ebenisten) André Charles Boulle (1642 - 1732), der in Paris für Ludwig XIV. arbeitete. Bracelet (franz. Armband) Allgemeine Bezeichnung für die Armbanduhr um 1900 bis 1925. Bracket-Clock -> Stockuhr
-> Stutzuhr
-> Zwickel Englische Bezeichnung der Stockuhr. In England seit etwa 1670 gebaute Stockuhren, die Anfangs häufig auf Konsolen standen, meist mit Schlagwerk und oft mit zusätzlichen Indikationen. Das Gehäuse der Bracket-Clock besteht fast immer aus einem zumindestens vorn verglastem Holzgehäuse , das oben einen Tragegriff besitzt. Der große Ziffernring wird in den Zwickeln meist von vergoldeten Bronzeappliken eingefaßt. Die Form ist zunächst rechteckig, erhält jedoch ab etwa 1720 ein oben eingezogenes Bogenfeld. Breguet-Spirale -> Unruh Im Jahre 1788 von Abraham Louis Breguet (1747 - 1823) entwickelte Unruhspirale mit nach oben und innen gebogener Endkurve, die beim Schwingen der Unruh ihren Schwerpunkt nicht verlagert. Breguet-Zeiger -> Zeiger Von Abraham Louis Breguet (1747 - 1823) benutzte gerade, schlanke, meist stählerne Zeiger mit einer gebohrten kreisförmigen Erweiterung nahe der Spitze. . Breitengrade Parallel zum Äquator verlaufende Kreise auf der Erdoberfläche von 0° (Äquator) bis 90° (Pole). Der Breitengrad eines Ortes ergibt sich aus dem Winkel einer gedachten Linie zum Erdmittelpunkt auf der Äquatorebene. Brocot-Hemmung -> Hemmung
-> Paletten Von Louis Gabriel Brocot 1826 erstmals vorgeführte ruhende Ankerhemmung, auf die er 1847 ein Patent erhielt. Die Brocothemmung hat zwei senkrecht zur Fläche des Ankers stehende halbrunde Stifte aus Stahl oder häufiger aus Stein (Rubin), die als Paletten dienen. Bei französischen Pendulen ist die Brocothemmung sehr häufig in einer Aussparung des Zifferblattes sichtbar gemacht. Bronze -> Applike
-> Carteluhr Kupfer-Zinn-Legierung, die für Uhrengehäuse und Dekor/Appliken seit dem 16. Jahrhundert benutzt wird. Es gibt je nach Herstellungsverfahren große Unterschiede in der Qualität. Gute französische Bronzen des 18. Jahrhunderts tragen das Gütezeichen "C-couronne". . Brücke -> Kloben
-> Platine Brückenförmige Lagerplatte in Taschenwerken für das hintere Spindel- oder Unruhwellenlager mit einer oder zwei Befestigung(en). Brückenförmige Lagerplatte für das hintere Lager der Laufräder eines Taschenuhrwerkes, gelegentlich auch bei Großuhren. Sie wird anstelle voller Platinen benutzt und ermöglicht eine bessere Kontrolle und Korrektur der Eingriffe sowie einen Einblick in das Werk. Die Lagerplatte wird seit etwa 1835 von der Firma Vacheron & Constantin bei Taschenuhren angewandt. In Frankreich ist sie vereinzelt bereits im späten 18. Jahrhundert im Gebrauch. Brünieren Färbung von Metall durch Chemikalien, um einen bestimmten Farbton zu erzeugen. Sehr gebräuchlich bei Bronzen. Bügel Beweglicher Ring am (Taschenuhr-) Pendant, in den die Uhrkette eingehängt wird. Der Bügel kann zugleich auch als Schutz für das Rädchen (Krone) dienen, mit dem man die Taschenuhr aufzieht. Bürgerliche Stunden = kleine Uhr: Einteilung des Tages in 2 x 12 Stunden Burgunder Uhren -> Comtoise .
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Cabochon Rundgeschliffener Zierstein, manchmal als Abschluß einer Aufzugskrone eingesetzt. Caliber Als Caliber (Kaliber) bezeichnet man in der Uhrmacherei ein bestimmtes Uhrwerk. Capucine -> Reiseuhr Kleinere Pendule, die auch als Reiseuhr dient, fast stets mit Schlag- und Weckerwerk, immer mit Messinggehäuse, Glocke und Traggriff. Capucinen wurden in Frankreich von der Mitte des 18. bis in die Hälfte des 19. Jahrhunderts hergestellt. Carillon -> Spielwerk Glockenspielwerk. Vereinzelt sind Carillons schon mit gotischen Uhren verbunden. Im späten 17. und 18. Jahrhundert besitzen zahlreiche Großuhren, gelegentlich sogar Taschenuhren, Glockenspiel mit oftmals mehreren Melodien. Cartel-Uhr Nach ihrer ungefähren Erscheinung (cartel = Rahmen) benannte und in Frankreich seit etwa 1730 bis 1800 verbreitete federgetriebene Wanduhren in kartuschenförmigen Gehäusen aus meist vergoldeter Bronze. Die schönen Carteluhren stammen aus dem Louis XV. Billigere Nachbauten sind in Österreich, der Schweiz und in späterer Zeit in Schweden entstanden Cerle Tournant-Uhr -> Digitalanzeige
-> Vasenuhr Digitale Anzeige der Uhrzeit durch sich horizontal drehende Ziffernscheiben. Champlevé-Technik Technik zur Anfertigung von Uhrenzifferblättern (vorwiegend im 17. und 18. Jahrhundert). Aus einer polierten Gold- oder Silberplatte werden mit einem feinen Stichel Felder ausgeschabt, bis sie matt wirken. Die für die Indikationen benötigten Flächen bleiben stehen. Châtelaine (die) Im späten Mittelalter eine kürzere Kette, an der Schmuck und Gebrauchsgegenstände (Schlüssel, Petschaften, kleine Messer) befestigt wurden und die damals am Gürtel getragen wurden. Im 18. Jahrhundert war die Châtelaine als Uhrkette mit verschiedenen, oft kostbaren Anhängern allgemein verbreitet. . Châtons Metallring, der als Fassung des Lagersteines dient. Zu unterscheiden sind verschraubte und gepreßte Châtons. Letztere sichern einen besseren Sitz der Lagersteine. Chinoiserie Darstellung an Uhren des 18. und 19. Jahrhunderts aus dem chinesischen Kulturleben, die in vielen Formen auftreten, z.B. als kunstvolle Lackmalereien, Bronzeschmuck oder als figürliche Elemente. Chronograph -> Stoppuhr Bezeichnung für eine Stoppuhr (griechisch: chronos = Zeit und grapho = ich schreibe) mit Auslösemechanismus in Kombination mit einer normalen Uhr. Die meist mechanische Stoppvorrrichtung an einer Taschen- oder Armbanduhr für die Messung kleinerer Zeitabschnitte.
Chronographenzähler messen die Kurzzeit meist über 30 Minuten, 12 oder 24 Stunden mit 1/1 oder 1/100 Sekunde. Chronometer (griech. Zeitmesser) -> Beobachtungsuhren
-> Chronometer-Hemmung Besonders exakt gehende Uhren, deren hohe Ganggenauigkeit durch das Zertifikat eines Chronometer-Prüfungsinstituts bescheinigt worden ist. Geprüft werden Chronometer etwa von der Sternwarte in Hamburg. Taschen-, Armband- und Schiffschronometer sowie Beobachtungsuhren können dieses Zertifikat erhalten. Chronometer dürfen sich nur jene Uhren nennen, die aufgrund ihrer Präzision und hervorragender Zeitmeßergebnisse amtlichen Prüfungen standgehalten haben. Diese Prüfungen dauern 15 bis 22 Tage, die Uhren werden dabei in verschiedenen Temperaturen und Lagen getestet. Wenn bei diesem Test bestimmte Gangabweichungen nicht überschritten werden, stellt das prüfende Institut einen Gangschein aus. So muß z.B. der mittlere tägliche Gang eines Chronometers in fünf Lagen im Bereich von –4 Sekunden/Tag bis +6 Sekunden/Tag liegen. Chronometer-Hemmung -> Hemmung Von Pierre Le Roy (1717 - 1785) 1748 entwickelte freie Hemmung, die häufig in Schiffschronometern verwendet wurde. Auch heute noch wird sie in abgewandelter und verbesserter Konstruktion gebraucht. Man unterscheidet die Chronometerhemmung mit Feder (meist in Schiffs- und Großuhren) und die Chronometerhemmung mit Wippe (meist in Taschenuhren).
Bei der Chronometerhemmung mit Feder hält der an der Feder befestigte Ruhestein das Hemmungsrad an, bis der an einem Teller an der Unruhwelle befindliche Auslösestein die Feder anhebt und damit den Ruhestein aus dem Hemmungsrad herauszieht, das sich dann weiter dreht und mit einem Zahn auf den an dem Teller befestigten zweiten Stein, den Antriebsstein, fällt und die Unruh antreibt. Diese erhält beim Zurückschwingen jedoch keinen Antrieb. Er erfolgt nur bei jeder zweiten Schwingung (freie Hemmung). . Chronometrie Wissenschaftliche Zeitmesskunde. Hierzu gehören alle die Zeitmessung betreffenden Gebiete, wie die astronomische und physikalische Zeitbestimmung, die Zeitberechnung, die Zeitübertragung sowie Uhrentechnik. Clock (engl.) -> Großuhr . Comtoise (Comté-Uhr) -> Bodenstanduhren
-> Hemmung
-> Pendel In der Franche-Comté (daher auch Burgunder Uhren) seit etwa 1670 hergestellte Wanduhren, häufiger jedoch Bodenstanduhren in bemalten oder lasierten Holzkästen. Schon frühe Exemplare besitzen ein Pendel und als Gangregler Spindel- oder Ankerhemmung Die Zifferblätter sind einfach, tragen auf der hochrechteckigen Fassade einen Ziffernring aus Zinn oder Messing und eine Bekrönung aus gesägtem Messingblech Bald werden auch Zifferblätter mit Bronzereliefs und Emailfeldern gebräuchlich. Seit etwa 1740 sind Zifferplatten aus Fayence und Bronzebekrönungen mit einem Hahn ("Hahnenuhren") verwendet.
Die gegenwärtig häufig angebotenen Comtoisen mit oft prächtigen breiten Pendeln und Fassaden aus gepreßtem, z.T. coloriertem Messingblech sind erst nach 1850 entstanden und werden noch bis heute gebaut Congreve, William (1772 - 1828) -> Kugellauf Erhielt 1808 ein Patent für eine spezifische Ausprägung der Kugellaufuhr. . Cuvette -> Staubdeckel Ein Innen- oder Zwischendeckel im Gehäuse der tragbaren Kleinuhren, der das empfindliche Uhrwerk zusätzlich gegen Verschmutzung schützt. Cylinderhemmung -> Hemmung Von Thomas Tompion (1639 - 1713) angefertigt, von Georg Graham (1673 - 1751) im Jahre 1720 verbesserte und rasch allgemein übernommene, ruhenden Hemmung. Währen die Unruh schwingt, ruht ein Zahn des Hemmungsrades auf dem Cylinder, dieser drückt dabei nicht gegen das Räderwerk. Im 19. Jahrhundert und zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Cylinderhemmung in Taschen- und Armbanduhren üblich, die Ganggenauigkeit ließ jedoch zu wünschen übrig.
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Dachluhr Spezielle Form einer länglichen österreichischen Wanduhr, meist mit qualitätsvollen Werken. Darmsaite -> Feder
-> Schnecke Verbindungsteil zwischen Federhaus und Schneckenrad. Überträgt die Federkraft auf die Schnecke. Nach etwa 1600 wird sie allmählich durch eine Stahlkette oder ein Stahlseil ersetzt. Datumsanzeige -> Ewiger Kalender
-> Indikationen
-> Kalenderuhr Angabe des Tages, der Woche, oder des Jahres, in einzelnen Fällen sogar der Indikation (Römerzinszahl), die seit dem 16. Jahrhundert auf Großuhren häufig erscheint. Manchmal werden die wechselnde Länge des Februars und die Schaltjahre berücksichtigt (sog. Ewiger Kalender). Seit dem 16. Jahrhundert befinden sich Datumsanzeigen auch auf Taschenuhren. Datumsuhr -> Datumsanzeige . Deckstein -> Unruh Meist Edelstein , z.B. Rubin oder Diamant, der vor das Lager eines Rades oder der Unruhwelle gesetzt ist und das Seitenspiel (die seitliche Beweglichkeit) begrenzen soll. . Deklination -> auch Sonnendeklination und Missweisung allgemein: Abweichung. Dezimaluhr -> Revolutionsuhr . Dezimalzeit -> Revolutionsuhr Gliederung der Uhrzeit nach dem Dezimalsystem. Sie entspricht dem immer wieder auftauchenden Bestreben, alle Maße und Bereiche in dezimalen Zahlen auszudrücken, was viele Rechnungen erleichtert. Sie war bereits in Frankreich 1793 bis 1806 die gesetzlich vorgeschriebene Zeit. Dichtungsring Eine wasserdichte Uhr wird mit mindestens einem Dichtungsring am Gehäusedeckel, dem Glas und der Krone versehen. Früher wurden Dichtungsringe aus Kork, Blei und Gummi verwendet, heute sind diese Materialien durch verschiedenste Kunststoffe ersetzt worden. Digitalanzeige -> Cerle Tournant-Uhr Zeitangabe, bei der die Anzeige nicht durch einen Zeiger erfolgt, sondern die sich auf einer drehenden Scheibe angebrachten Ziffern in einem Ausschnitt der Deckplatte bzw.des Zifferblattes erscheinen. Digitaluhr Bereits im 19. Jahrhundert wurden Uhren hergestellt, die anstelle der klassischen Zeiger fallende Zahlenplättchen als Zeitanzeige benützten. Bei modernen Digitaluhren wird die Zeit durch Leuchtdioden oder Flüssigkristall angezeigt. Diopter Visiereinrichtung an Instrumenten, bei welcher ein Ziel über zwei auf einem Lineal befestigten Markierungen (Absehen) nach Richtung oder Höhe fixiert wird. Die zusätzliche Verwendung von geschliffenen Linsen in Kombination mit Zielvorrichtungen (z.B. Fadenkreuze) ermöglicht eine genaue Messung weit entfernter Objekte. Display Bezeichnung für ein Zifferblatt mit vollelektronischer Ziffernanzeige. . Doppelzeigerchronograph -> Rattrapante . Dosenuhren Tragbare Uhren in Dosen- oder Trommelform, die seit etwa 1500 angefertigt wurden. Ihr Gehäuse, fast immer aus Messing, trägt auf der Oberseite das Zifferblatt mit nur einem Zeiger. Kleinere Dosenuhren wurden wahrscheinlich auch von Peter Henlein in Nürnberg hergestellt. Doublé Ein Schmuckmetall, bei dem auf ein unedles Metall eine Goldschicht aufgebracht wurde. Zur Beschichtung gebraucht man eine Gold-Legierung mit einem Feingehalt von 333/000 oder 585/000, niemals jedoch Feingold. Drehganguhr -> Drehpendel . Drehpendel (Torsionspendel) An einem elastischen schmalen Band (der Drehpendelfeder) aufgehängter Pendelkörper, der in horizontaler Lage Drehschwingungen aus führt. Es ist vornehmlich in Jahresuhren zu finden. In der Uhrmacherei gab es bereits seit dem 16. Jahrhundert Versuche, eine Drehpendelbewegung für die Regulierung des Gangflusses einer Uhr einzusetzen. Dazu wurde als Pendel ein Faden oder Stab mit einem kleinen Schwunggewicht (ein Metallkügelchen) ober- oder unterhalb der Uhr aufgehängt und so mit dem Uhrwerk verbunden, daß das Pendel Kreisbewegungen ausführte. Bei großer Geschwindigkeit vergrößerte sich der Bremsradius und umgekehrt. Dreiviertelschlag -> Schlagfolgen
-> Schlagwerk . . Drücker Zur Bedienung von Uhren mit Zusatzfunktionen reicht die Krone allein nicht aus. Deshalb versieht man diese Uhren mit kleinen Druckschaltern, die seitlich aus dem Gehäuse ragen. Druckuhr (Pumpuhr) In der Mitte des 19. Jahrhunderts auftretende Taschenuhr, bei der die Zugfeder durch Auf- und Abbewegen einer am Bügelknopf befindlichen Zahnstange oder einer Kette mit Knauf gespannt wird. Duplexhemmung -> Hemmung Im Jahre 1724 von Jean-Baptiste Dutertre (1684 - 1734) erfundene ruhende Hemmung, deren Hemmungsrad zwei Reihen (duplex) von Zähnen besitzt, die senkrecht zueinander am Radreifen angebracht sind. Vorwiegend in Taschenuhren gebraucht
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